Nachtcafé, die Zweite

Posted by: on Okt 26, 2013 | 6 Comments

Vor mehr als vier Jahren wurde ich als Pressesprecher der Buskampagne ins Nachtcafé eingeladen und diskutierte dort u.a. mit einem Piusbruder, Deutschlands jüngstem Weihbischof und einer evangelischen Weichspülchristin um die gute alte Gretchenfrage. Gestern hatte ich dann zum zweiten Mal das Vergnügen, im kleinen Ludwigsburger Lustschloss um die Sinnhaftig- bzw. -losigkeit des religiösen Glauben zu diskutieren. Hier könnt ihr die aktuelle Sendung in der Mediathek des SWR sehen.

Ich freu mich auf Euer Feedback!

Das Video der ersten Sendung gibt’s hier.

6 Comments

  1. Hans Menzel
    27. Oktober 2013

    Hallo, Herr Möller,
    ich fand Ihre Redebeiträge sehr fundiert und überzeugend. Ihr sachliches und ruhiges Eingehen auf die Gesprächspartner habe ich bewundert.
    Vielen Dank

    Mit freundlichen Grüssen
    Hans Menzel

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  2. ShenTe
    28. Oktober 2013

    30 Minuten Nachtcafe hinter mir, noch schaue ich weiter, ich ärgere mich ein wenig, der Weihbischof, der Piusbruder und die Pfarrerin Hach ..Rhetoriker unter sich, die Behauptungen aufstellen, ihre eigene Moral als Postulat für andere formulieren und dann anhand dieser Thesen Argumente andere Weltanschauungen widerlegen…. hallo? fast hätte ich gelacht…. fast.
    Hier glaubt jemand! Glauben heißt nicht Wissen, keine Beweise haben, sondern einfach irgendetwas für wahr halten wollen, weil die eigene Psyche sich dann besser fühlt, warum ist erst mal zweitrangig, anderen aber intolerant ihre Glaubensvorstellungen absprechen.
    Die Vertreter der christlichen Kirchen sind ebenso intolerant wie die Vertreter all der anderen Glaubensrichtungen, die in die Medien drängen.
    Religion ist immer noch ein Manipulationsmittel, um Menschenmassen hinter sich zu bringen und den eigenen Vorteil zu sichern.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Die Beichte…Mittel für alle Heuchler gegen sämtlichen Gebote der Kirche zu verstoßen, man muß dann nur zur Beichte gehen, spenden, und darf weitermachen wie bisher…geistige Gesundheit , persönliche Integrität wird anders definiert.
    Es ist einfach wie in jeder Gruppierung, egal woran man glaubt, egal was die Gemeinsamkeit ist, die intolerant die eine Wahrheit vorgibt und der alle zu folgen haben.
    Scientology, Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus, Hinduismus…die Außerirdischen von Erich von Däniken, das Spaghettimonster.
    Es spielt keine Rolle. EIN kleiner Mensch versteckt sich hinter einer ” übergeordneten, höheren Macht”, um Einfluß auf andere Menschen zu haben, in den seltensten Fällen wirklich zum Wohl dieser Menschen, sondern um eigene Befindlichkeiten ( egal welcher Natur) zu befriedigen.
    Religion ist Mittel zu einem bestimmten Zweck.

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  3. AMB
    28. Oktober 2013

    Hallo Philipp!

    Mir ist aufgefallen, dass du sehr passiv warst. Als der Bischof meinte, dass Gott Übel zulassen müsste, weil er den freien Willen nicht blockieren möchte (hier gibt es viele Möglichkeiten die Apologetik ad absurdum zu führen) und Sabatina Nordkorea als “atheistisch” hinstellte, kam von dir leider keine Widerrede, warum nicht?

    PS: Den Beitrag gibt es auch auf YouTube, falls SWR das Video aus der Mediathek nimmt.

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    • phil
      5. Dezember 2013

      Inhaltlich magst du richtig liegen, aber die große Schwierigkeit in einer solchen Diskussionsrunde besteht nicht in den Argumenten, sondern mE eher in der B-Note: dem Auftreten. Ich hab die Stelle nicht mehr genau im Kopf, vermute aber, dass ich dem Bischof dafür ins Wort hätte fallen müssen, mir Redezeit hätte erkämpfen müssen – und als genau der: der kämpferische Atheist, will ich zunehmend weniger auftreten.

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  4. Jörn
    1. November 2013

    Gelungener Auftritt. Es wurde mal gut deutlich gemacht, dass man keine Person wegen ihres Glaubens ablehnt, auch wenn man diesen nicht nachvollziehen kann und für Blödsinn hält. Dadurch kann man die gläubigen Gesprächspartner und vor allem das Publikum viel eher erreichen, die dann (hoffentlich) zugänglicher sind für Argumente. Wenn sich keiner in seinem Wert als Person bedroht fühlt, kommt der ein oder andere vielleicht leichter ins Nachdenken.
    Das Ganze wirkte damit zwar weichgespülter und hatte für den ein oder anderen sicherlich weniger Unterhaltungswert, trotzdem kam die wichtige sachliche Kritik nicht zu kurz (Arbeitsrecht, staatliche Bezahlung), obgleich Philipp sicher gerne noch viel mehr Zeit gehabt hätte, um auf all das Gesagte einzugehen (Stichwort Mutter Theresa). Interessant, fand ich den Erklärungsversuch des Bischofs mit der von Gott gegebenen menschlichen Freiheit, die er aber gefälligst in Gottes Sinne einsetzen soll. Wenn der Biscof daran glauben würde, müsste er auch glauben, dass Beten sinnlos ist, da Gott nicht eingreift und deshalb den sinnlosen Massenmord an Juden zuließ. Wie erklärt er sich dann aber die Wunder? Glaubt er dann an einen Gott, der seine Macht nur hier und da mal gnädig auspackt? Wenn aber das stimmt, waren die Juden dann nicht würdig genug für Gott? Eine grausame Vorstellung und nicht vereinbar mit einem gütigen allmächtigen Gottesbild!

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  5. Kritisch
    20. November 2013

    Lieber Herr Möller,

    in der zweiten Auflage des Nachtcafés haben Sie deutlich gesetzter und ruhiger gewirkt. Ich persönlich finde Ihre temperamentvolle Art zwar auch sehr ansprechend, denke aber, dass Sie durch die Ruhe, die Sie ausstrahlen, ein größeres Publikum erreichen. Ich gratuliere Ihnen.
    Dass Sie vielen Menschen aus dem Herzen sprechen, wurde schon häufig gesagt. Ich möchte es hiermit wiederholen. Mit dem, was ich bisher von Ihnen und Ihrem Umfeld (Giordano-Bruno-Stiftung und vor allem Michael Schmidt-Salomon) gesehen, gehört und gelesen habe, fühle ich mich sehr gut aufgehoben. Der für mich bedeutsamste Gesichtspunkt ist, dass wir stets kritisch miteinander diskutieren können. Etwas, was in keiner Religion möglich ist.

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und eine besinnliche Winterzeit.

    Die besten Grüße …

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